Eva Baronsky, Herr Mozart feiert Weihnachten

Baronsky

 „Die Stadt lärmte vor sich hin wie jeden Tag, von einer Festtagsruhe war nichts zu spüren. Mit einem Mal fühlte er Sehnsucht aufsteigen nach jener Feierlichkeit, die sich in seiner Erinnerung untrennbar mit dem Heiligen Abend verband: kein Lärmen, kein Eilen, sondern Ruhe über der Stadt; die Mette am Abend und ein Festessen mit viel Punsch, mit Freunden geteilt.“ So fühlt sich Herr Mozart, als er 200 Jahre später erwacht. In seiner Erinnerung lag er doch noch auf dem Sterbebett und plötzlich lebt er gesund und munter in einer ihm fremden Welt. Da er kein Geld besitzt, spielt er am Heiligen Abend mit seiner Geige vor dem Stephansdom. Hier begegnet er der kleinen Karoline, die glaubt Mozart sei der Weihnachtsmann und ihn mit zu sich nach Hause nimmt. Ihre Eltern erwarten sie schon voller Ungeduld und sind Herrn Mozart gegenüber nicht gerade freundlich. Aber er hat ja seine zauberhafte Musik, die wahre Wunder wirkt.

Er ist eine kurze Geschichte, aber wir finden viele Dinge darin, die wichtig für das Leben sind. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Frage nach dem Sinn des Weihnachtsfestes, das durch die genaue Beobachtungsgabe von Amadeus Mozart sehr aufschlussreich ist. Seine Empfindungen wechseln dabei zwischen Faszination, Erschrecken und Neugier. Dabei nimmt er die gesellschaftlichen Schwierigkeiten und die Probleme von Karolines Familie wahr. Was kann er tun? Seine einzige Möglichkeit, sich auszudrücken ist seine Kunst – die Musik.

Eva Baronsky
Herr Mozart feiert Weihnachten
Aufbau Verlag
ISBN: 978-3-7466-3378-7,
Seiten
9,99 EUR

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