Dierk Wolters
Die hundertfünf-
undzwanzigtausend-Euro-Frage

WoltersDierk Wolters kleiner Roman hat es in sich. Man kann die 156 Seiten am Stück lesen und sollte zwischendurch immer mal atmen. Es ist ein Buch über das Scheitern und dieses Scheitern zieht beim Protagonisten des Buches, dem Lehrer Rüdiger Meierle, große Kreise. Er hat an einer Fernsehquizshow teilgenommen und ausgerechnet bei einer Frage aus seinem Fachgebiet (Latein und Geschichte) ereilt ihn ein Blackout. Der Publikumsjoker, für den er sich entscheidet, erweist sich als Einstieg in die Katastrophe. Sein Leben und noch viel mehr das Leben der jungen Frau, die ihm beim Beantworten der Frage helfen wollte, beginnen nach und nach auseinanderzufallen. Dierk Wolters beschreibt sehr genau den Zustand in dem die Personen sich befinden, nachdem es kein Zurück mehr gibt: ihr Leben nach der Totalblamage.

Eine unbedingt lesenswerte Novelle – „Komisch, tragisch – und voller schwarzem Humor“.

 

Dierk Wolters
Die hundertfünfundzwanzigtausend-Euro-Frage
weissbooks Verlag, 156 Seiten
ISBN 978-3-86337-052-7
EUR 16,90