Anne Gesthuysen
Sei mir ein Vater

GesthuysenAls Lillie erfährt, dass der Vater ihrer Freundin Hanna schwer krank ist, macht sie sich umgehend auf den Weg zum Niederrhein machen, zu den beiden Menschen, die sie vor Jahren zu ihrer Ersatzfamilie bestimmt hat. Diese Gelegenheit möchte sie außerdem nutzten, um mit Hannas Vater über ein Gemälde zu sprechen, dass bei einem Einbruch in ihre Pariser Wohnung beschädigt wurde und in dessen Rahmen sie einen mysteriösen Brief gefunden hat. Da Hannas Vater Geheimnisse liebt, möchte sie gerne mit seiner Unterstützung der Bedeutung des Briefs auf die Spur kommen. Kurzerhand nimmt sie deshalb Gemälde und Brief mit nach Xanten. Beim Restaurieren machen sie noch weitere rätselhafte Entdeckungen, die Lillie, Hanna und ihren Vater dazu veranlassen, auf eine gemeinsame Reise zu gehen. Im Laufe ihrer Recherchereise durch Frankreich und zu den Antillen finden die drei heraus, dass die Malerin des Bildes Hanna Ururgroßtante war, die eine ungewöhnliche Künstlerkarriere lebte und eine tiefe Freundschaft zu Matisse pflegte, den sie förderte, bevor die Kunstwelt sein Genius erkannte.

Für die damalige Zeit lebte sie offen und frei und führte eine leidenschaftliche und bedingungslose Liebesbeziehung zu dem sozialistischen Minister Marcel Sembat.

Es ist die Geschichte einer in Vergessenheit geratenen Malerin, verbunden mit einer tröstlichen Reise des Abschieds.

Die Autorin beschreibt all dies witzig, traurig und verrückt, wie das Leben selbst.

 

Anne Gesthuysen
Sei mir ein Vater
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 432 Seiten
EUR 19,99