Andreas Föhr, Eisenberg

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Der deutsche Krimiautor Andreas Föhr hat eine neue Ermittlerfigur geschaffen: Rachel Eisenberg. Sie ist Rechtsanwältin, genauer gesagt Strafrechtlerin und betreibt zusammen mit ihrem Exmann in München eine gutgehende Rechtsanwaltskanzlei. In ihren aktuellen „Fall“ lässt sie sich etwas zu sehr hineinziehen, was man aber als Leser/in durchaus nachvollziehen kann, denn der als Mörder Verdächtige ist jemand, den sie früher sehr gut kannte. Rachel Eisenberg glaubt an die Unschuld ihres alten Freundes und es ist wirklich sehr spannend zu lesen, wie man erst kurz vor der letzten Seite „die Wahrheit“ erfährt.

Die Story erinnert etwas an amerikanische Vorbilder, was in diesem Fall, finde ich, immer wieder frischen Wind in die beschriebenen Fakten bringt. Bei Andreas Föhr hat man den Eindruck, er weiß wovon er schreibt, wenn er Szenen bei Gericht oder Juristen unter sich beschreibt. Der Autor hat Jura studiert und früher auch als Jurist gearbeitet. Gut gefallen an dem Buch haben mir auch die Beschreibung der privaten Seiten der Strafrechtlerin, die tough und geradlinig ihren Weg verfolgt, aber innerlich in Liebesdingen oder wenn es um ihre 15-jährige Tochter durchaus ins Straucheln gerät.

Andreas Föhr
Eisenberg
Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-65396-8
EUR 14,99