Tilman Spreckelsen
Das Nordseegrab

NordseegrabDer Autor Tilman Spreckelsen beschreibt Husum und seine Umgebung mit folgenden Worten: „Ganz spannend ist es, wie sich dort die Grenze zwischen Land und See immer wieder verschoben hat und heute noch verschiebt. Wer vor Husum bei Ebbe durchs Watt läuft, hat eine versunkene Welt unter seinen Füßen. All die alten Dörfer mit ihren Kirchen, Häusern, Brunnen und Äckern, die sich das Meer geholt hat. Was die Nordsee sich geholt hat, gibt sie nicht mehr frei. Aber ihre Opfer sind nicht vergessen. Da ist noch so vieles, wie zu Theodor Storm Zeiten.“

Theodor Storm war nicht nur Dichter, sondern auch Anwalt und hat mit diesem Beruf seine zehnköpfige Familie ernährt. Im Jahr 1843 ist die Stadt Husum in voller Aufregung. In einem Bottich, wo sonst nur Fisch gelagert wird, entdeckt man eine Leiche. Beim Untersuchen des Toten stellt man fest, dass es sich um eine Wachspuppe handelt. Das makabere jedoch ist, dass die Gesichtzüge Ähnlichkeiten mit Theodor Storms Vater aufweisen. Seitdem lebt Storms Vater in Angst und Schrecken. Später jedoch findet man eine echte Leiche und Storm übernimmt als Ermittler den Fall. Unterstützung erhält er von seinem geheimnisvollen Schreiber und Gehilfen Peter Söt. Beide spüren dem Rätsel nach, wobei sie die gesamte Umgebung von Husum durchkämmen. Bei ihren Ermittlungen schlägt ihnen die ohnmächtige Wut der armen Bauern entgegen und die Reichen hüllen sich in arrogantes Schweigen. Durch einen Zufall stoßen sie auf ein vergessenes Schiffsunglück, sowie eine damit verbundene alte Schuld und einen Mörder, der die Schuld eintreiben will.

Tilman Spreckelsen
Das Nordseegrab
ISBN: 978-3-596-19483-4
Fischer Verlag, 272 Seiten
9,99 EUR

 


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