Sonja Rudorf, Alleingang

Rudorf

Die Flut der Neuerscheinungen, in denen, auch in Frankfurt, gemordet wird, reißt nicht ab. Dieser neue Frankfurt-Krimi hebt sich, meiner Meinung nach, etwas aus den Ermittlerriegen hervor. Die Hauptperson in „Alleingang“ ist eine Psychotherapeutin, die ihren Mitarbeiter eines Tages schwer verletzt in ihrer gemeinsamen Praxis vorfindet. Der Vorfall kommt ihr nach einigen Tagen immer mysteriöser vor und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und findet einige sehr unschöne Wahrheiten über ihren Mitarbeiter heraus. Eng mit der Aufklärung des Falles scheint ein Vater-Sohn-Konflikt zu tun zu haben, denn ein 16-jähriger Junge, der sich in einer schweren Krise befindet, war Patient ihremsKollegen. Und als die Therapeutin beide, Vater und Sohn, zum Gespräch bittet, meint sie eine bestimmte Spur verfolgen zu können … Sie begibt sich selber von nun an ständig in Gefahr und dies ist sehr unterhaltsam und spanned zu lesen. „Alleingang“ ist ein Krimi der keinen konventionellen Mustern folgt und in dessen Focus eine „mitteljunge“ Frau steht, die mit Ecken und Kanten gezeigt wird. Das war mal erfrischend zu lesen!

Sonja Rudorf
Alleingang
Societäts Verlag
ISBN 978-3-95542-216-5
EUR 12,80

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