Michelle Cohen Corasanti, Der Junge, der vom Frieden träumte

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Der zwölfjährige Palästinenserjunge Ahmed kämpft mit seiner Familie ums Überleben. Die Orangenplantage, die ihnen gehörte und ihren Lebensunterhalt sicherte, wurde ihnen von israelischen Soldaten einfach weggenommen. Auf diesen Schicksalsschlag folgen noch weitere, die für den Zwölfjährigen schwer zu verkraften sind. Es ist der Tod seiner geliebten kleinen Schwester, die einen Schmetterling fangen wollte und dabei auf eine Mine trat und starb. Nachdem auch noch sein Vater verhaftet wird, verliert die Familie alles. Ahmed ist der Einzige, der sie vielleicht noch retten kann. Aufgrund seiner Hochbegabung in Mathematik erhält er ein Stipendium an der berühmten Universität von Tel Aviv. Hier ist er der einzige Palästinenser unter all den Juden. Das Schicksal des Protagonisten Ahmed nimmt schon in den ersten Kapiteln einen dramatischen Verlauf und steigert sich bis zum Ende der Geschichte. Der Junge ist ein Held. Wie er mit all der Schwere seines Schicksals umgeht ist beeindruckend. Dieses Buch sollte jeder lesen, nicht nur um sich in solch eine Situation hineinzuversetzen. Nein, dieses Buch will aufklären.

Zum Schluss noch ein Zitat aus diesem wunderbaren Buch: „Die Menschen hassen aus Angst und aus Unwissenheit. Wenn sie diejenigen, die sie hassen kennenlernen und sich auf gemeinsame Interessen konzentrieren, dann überwinden sie diesen Hass.“

Michelle Cohen Corasanti
Der Junge, der vom Frieden träumte
Fischer Verlag
ISBN 978-3-596-03283-9
398 Seiten
EUR 9,99