Maja Lunde, Die Geschichte der Bienen

Lunde

Es sind drei Fragen, welche die Grundpfeiler des Romans bilden:

1. Frage: Warum sterben Bienen?

2. Frage: Wie fühlt es sich für einen Imker an, wenn er seine Bienenvölker verliert?

3. Frage: Wie wird die Welt aussehen, wenn es keine Bienen und keine bestäubenden Insekten mehr gibt?

Beschäftigen wir uns erst mit der ersten Frage: England im Jahr 1852. Der englische Samenhändler William lebt mit seiner Frau Thilda, seinen sieben Töchtern und seinem Sohn Edmond in Hertfordshire in England. Er ist seit Wochen bettlägerig und hat keinen Lebensmut mehr. Aber Edmond gibt ihm wieder Mut und Kraft, sodass er seinen Traum, einen neuartigen Bienenstock zu bauen, endlich umsetzen kann.

Wir beschäftigen uns mit Frage zwei:

Ohio, USA im Jahr 2007. Der Imker George arbeitet sehr hart für seinen Traum, den Hof zu vergrößern. Sein Sohn Tom soll eines Tages in seine Fußstapfen treten. Aber Tom hat andere Pläne und möchte lieber Journalist werden. Da geschieht eines Tages etwas Unglaubliches: die Bienen sind verschwunden.

Wir beschäftigen uns mit der dritten Frage:

China im Jahr 2098. Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand die Bäume, denn es gibt keine Bienen mehr. Da ihr Leben schwer genug ist, wünscht sie sich für ihren Sohn Wei-Wen ein besseres Leben. Durch einen mysteriösen Unfall ist nicht nur ihr Sohn in Gefahr, auch die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel.

Die Autorin nimmt uns auf eine Zeitreise mit und verbindet das Schicksal der Familien wie durch ein unsichtbares Band. Das Buch fesselt mit den gut dargestellten Emotionen der Protagonisten. Besonders Tao ist beeindruckend in ihrer Rolle als Mutter, die nie aufgibt ihren Sohn zu finden.

Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
btb Verlag
ISBN: 978-3-442-75684-1
512 Seiten
20,00 EUR

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