Keigo Higashino
Die Heilige Mörderin

HigashinoIn Keigo Higahinos japanischen Krimi der Extraklasse “ Heilige Mörderin“ wird uns der pefekte Mord vorgestellt. Aber gibt es auch dazu die passende perfekte Lösung ?

Der gutaussehende japanische Geschäftsmann Yoshitaka Mashiba wurde vergiftet. Er wollte sich von seiner Frau trennen, um mit seiner Geliebten zu leben. Für Inspektor Kusanagi und seine sehr kluge und engagierte Assistentin Utsumi kommen nur zwei Verdächtige in Frage: Die Geliebte und die Ehefrau. Schnell wird klar, dass Ayane die Ehefrau die Hauptverdächtige ist. Kann dies möglich sein, da sie zur Tatzeit verreist war und damit ein wasserfestes Alibi vorweisen kann. Utsumi ist von Ayanes Schuld überzeugt und wendet sich hilfesuchend an Professor Yukawa. Inspektor Kusangi kann sich Ayane als Täterin gar nicht vorstellen, zumal sie so zuvorkommend und hilfsbereit die Ermittlungen unterstützt. Deshalb sucht er nach einem anderen Täter. Außerdem finden Professor Yukawa und Utsumi keine Beweise für die Schuld von Ayane. Ist sie wirklich die Mörderin?

Higashinos Krimis gleichen einem Labyrinth. Zwar weiß der Leser von Anfang an, wer der Täter ist aber die Täterschaft verwischt sich im Laufe des Geschehens durch die unterschiedlichen Hypothesen. Gemeinsam mit den Ermittlern testet der Leser eine Mordthese nach der anderen auf Standfestigkeit und Glaubwürdigkeit. Logik ist dabei das oberste Gebot.

Inspektor Kusanagi und die Polizei gehen nach der induktiven Methode vor um die Details der Mordmethode zu finden. Professor Yukawa hingegen benutzt die deduktive Vorgehensweise.

Hier ein Zitat von Professor Yukawa: „Ich spreche gerne vom Ausschlußverfahren. Dabei demontiert man eine Hypothese nach der anderen, bis man am Ende auf die Wahrheit stößt. Aber wenn man beim Aufstellen der Hypothese einen grundlegenden Fehler macht, kann diese Methode zu fatalen Ergebnissen führen.“ Beide Vorgehensweisen ergänzen sich grandios und führen schließlich zur Aufklärung des Mordes. Die Auflösung überrascht und hinterlässt sowohl bei dem Ermittler als auch bei dem Leser Bewunderung und Respekt für die Rafinesse des Täters.

Dieser Krimi ist wie ein Schachspiel: Zug um Zug.

Keigo Higashino
Die Heilige Mörderin
ISBN 978-3-492-30163-3
Piper Verlag, 315 Seiten
EUR 9,99