Jennifer Ryan, Der Frauenchor von Chilbury

Ryan

„Wir Frauen sind zu allem fähig, besonders wenn es um eine schwierige Situation geht!“. Die englische Autorin Jennifer Ryan hat während ihrer Buchrecherche zu „Der Frauenchor von Chilbury“ mehrere Zeitzeuginnen interviewt, darunter auch ihre eigene Großmutter. Die Autorin fand es bereichernd, wie die Damen alle um die 90 Jahre alt, von ihren Erfahrungen berichteten. Trotz der harten Zeit, gab es die schönen Momente: die Teestunden in denen gesungen und getanzt wurde, obwohl draußen die Bomben fielen. Warum haben diese Frauen diese schwere Zeit in so angenehmer Erinnerung behalten? Dieser Roman ist eine wunderbare Geschichte über die verheißungsvolle Wirkung der Musik in schweren Zeiten. Im Jahr 1940 werden immer mehr Männer in den Krieg eingezogen oder verlassen das kleine Dorf Chilbury, in der Grafschaft Kent. Aus diesem Grund beschließt der Pfarrer der Gemeinde den Chor aufzulösen. Die Frauen sind enttäuscht. Wie sollen sie den Kriegsalltag ohne ihre Musik ertragen? Aber die Rettung naht in Gestalt der Musikprofessorin Primrose Trent, die es durch die Kriegswirren nach Chilbury verschlagen hat. Und so entsteht durch eine von Leidenschaft durchdrungene, musikbegeisterte Frau der „Frauenchor von Chilbury“. Durch das gemeinsame Musizieren und Singen erreichen die Frauen Selbstbewusstsein und Stärke und bekommen so wieder Kraft für ihren eigenen Weg. Trotz der Situation des Krieges entsteht hier eine Begegnungsstätte der Hoffnung und des Friedens. Die einzelnen Protagonistinnen erzählen ihre Geschichte mittels Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Briefe. Alle Damen des Buches sind durch ihren eigenen Stil und ihren einmaligen Charakter authentisch.

Jennifer Ryan
Der Frauenchor von Chilbury
Kiepenheuer & Witsch Verlag
ISBN: 978-3-462-04884-1
480 Seiten
19,99 EUR

 

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