Jan Seghers, Menschenfischer

Seghers

Kommissar Marthaler erhält einen Anruf von seinem ehemaligen Kollegen Rudi Ferres, der seit seiner Pensionierung in Südfrankreich lebt. Er hat eine neue Spur in einem ungelösten Fall von 1998 entdeckt, die nach Frankreich führt. Dieser Fall, der einmalig in der Kriminalgeschichte war, verschlug selbst haltgesottenen Kriminalbeamten die Sprache. Rudi Ferres war damals Leiter der Sonderkommission und arbeitete Tag und Nacht an dem Fall, bis es für ihn zur Obsession wurde. Daraufhin wurde er als Sonderling abgestempelt. Marthaler will sich des alten Falls wieder annehmen und reist deshalb nach Frankreich. Bei seinem Aufenthalt in Frankreich ereignen sich sonderbare Vorfälle und es schein so, als möchte jemand seine Nachforschungen blockieren.

Neuer Schauplatz Deutschland: zeitgleich beobachtet die Bäuerin Louise Manderscheid auf dem Heimweg zu ihrem abgelegenen Hof zwei Roma-Kinder, die große Angst vor ihr haben. Louise nimmt dennoch vorsichtig Kontakt zu den Kindern auf und entdeckt an ihnen Zeichen von sexuellem Missbrauch. Als ein weiteres schreckliches Verbrechen geschieht, tippt die Polizei auf Menschenhandel und Parallelen zu dem Mordfall von 1998, den Marthaler wieder aufnehmen möchte. Kizzy Winterstein, eine Kriminalbeamtin vom Dezernat Organisierte Kriminalität und selbst eine Romni, wird Marthaler zugeteilt und soll mit ihm an dem Fall arbeiten.

Jan Seghers 6. Marthaler-Roman ist stilistisch und atmosphärisch gut. Für alle Seghers-Fans geeignet. 

Jan Seghers
Menschenfischer
Kindler Verlag
ISBN: 978-3-463-40670-1
432 Seiten
19,95 EUR

 

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