Dieter D. Seuthe, Frankfurt verboten

Seuthe

Das Buch von Dieter D. Seuthe handelt von der jungen Pianistin Elise Hermann, die am berühmten Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt ausgebildet wird. Ein Traum geht für die junge Frau, Tochter jüdischer Eltern, in Erfüllung. Da sie über eine außergewöhnliche musikalische Begabung verfügt, hatte man ihr ein Stipendium ermöglicht. In dem Jurastudenten Max von Hochheim findet sie die Liebe ihres Lebens. Daran ändert auch die unterschiedliche Herkunft der beiden Menschen nichts. Mit der Machtergreifung durch Adolf Hitler ändert sich das jüdische Leben vollkommen. Öffentliche Auftritte von Nichtjuden werden untersagt. Dies ist auch der Grund, warum Elises Debütkonzert im März 1933 nicht stattfinden kann. Durch diese politisch schwere Situation ist sie gezwungen, um ihr berufliches, wie auch privates Glück zu kämpfen.
Dem Autor ist es auf bewegende Weise gelungen, das Grauen der Nazi-Zeit anhand einer empfindsamen Pianistin zu beschreiben. Vor allem aber siegen nach dem Verfall dieser Welt die Musik, die Liebe und die menschlichen Gefühle, die auch eine diktatorische Regierung nicht zerbrechen kann. Das Buch berührt den Leser ganzheitlich, nicht nur wegen der Grausamkeiten und der daraus resultierenden Schicksalsschläge, sondern auch wegen der Wärme aus Familienzusammenhalt, Freundschaft und Liebesbeziehungen.
Ein wichtiges Buch! Lesen Sie es!

Dieter D. Seuthe
Frankfurt verboten
Weissbooks Verlag
ISBN 978-3-86337-023-7
380 Seiten
EUR 19,90